| Montag | geschlossen | |
| Dienstag | 09.00 Uhr - 12.00 Uhr | |
| Mittwoch | geschlossen | |
| Donnerstag | 14.00 Uhr - 17.00 Uhr | |
| Freitag | geschlossen | |
| Pfarrhaus St. Marien | keine Sprechzeiten | |
| | |
Kanzelreden
Die Kanzelreden
Die Donaueschinger Kanzelreden gründen in der alten Tradition, die Predigt von einem erhöhten Platz, meist im vorderen Drittel der Kirche gelegen, zu halten. Die erhöhte Position soll den Redner nicht über seine Zuhörer stellen, sondern geradezu mitten hinein. Damit ist die Predigt nicht eine volksferne Rede, sondern sie soll die Menschen ansprechen, soll Zeugnis ablegen und zum "Nach-Denken" anregen. Ursprünglich wurde die Predigt von der Priesterbank oder dem Predigtstuhl aus gehalten. Dieser entwickelte sich zu einem bühnenartigen Bau, dem Lettner, später wurden eigene Holzbühnen errichtet, die dann auch mit Schalldeckel versehen wurden.
Kanzel: Predigtstuhl: hochgelegener Platz im Kirchenschiff mit Brüstung und Schalldeckel für den Prediger (heute kaum mehr verwendet), lat. cancelli = Schranken
Heute ist die Kanzel nur noch zu besonderen Anlässen in Gebrauch, z.B. zu den Kanzelreden.
Die Geschichte der Kanzel
Die noch im Bau befindliche, böhmisch barocke Donaueschinger Stadtkirche erhält schon im Jahre 1726 eine erste provisorische Kanzel und diese wird auch bald nach Erstellung von Choraltar, dem Muttergottesbild und den 15 Geheimnissen in "Benutzung" genommen.
Die neue jetzige Kanzel von 1736 ist ein besonderes Schmuckstück im Kircheninnern und sowohl von ihrer Form her, als auch in kunsthistorischer Sicht als besonders wertvoll einzustufen. Gestiftet und aus eigener Tasche mit ca. 300 Gulden bezahlt, hat sie der damalige Pfarrer Johann Anton Schiller, dessen kartuschenförmige Steinmemorie sich auf der Epistelseite der Altarchorwand befindet. Sein Wappen, ein aufrechter Bär mit einem Pfeil in den Tatzen, ziert die Rückwand zwischen dem Kanzelkorb und dem baldachinartigen Schalldeckel. (Den Pfeil bzw. Strahl führte später übrigens auch Friedrich von Schiller im Wappen.)
Die Einmaligkeit der Donaueschinger Kanzel ergibt sich aus ihrem Aufbau und aus der Bedeutung des "Kunsthandwerkes".
Kanzelkorb, Rückwand und Schalldeckel bilden eine Einheit und sind schwarz-weiß marmoriert, viele verschiedene barocke Goldschmuckelemente lockern den ca. 10m hohen Bau auf; - der Kanzeldeck ist gekrönt mit einer sitzenden Figur Johannes des Täufers, mit Stab und "Agnus-Dei-Lamm" von Johann Michael Winterhalder (Vöhrenbach). Stuckmarmor und farbliche Gestaltung stammen von Heinrich Schilling (Mitte 18. Jh. in Villingen).
Martin Hörmann (Hermann), geb. 7. Sept. 1688 in Villingen hat die gesamten Holz- und Schnitzteile gefertigt und gebaut. Er ist einer der bedeutendsten Kunstschreiner des schwäbischen Barock; unter anderem stammen die berühmten Chorgestühle in den Klöstern in Zwiefalten und Ottobeuren von ihm (gestorben Villingen 1782).
Diese hat neben ihrem hohen künstlerischen und religiösen Wert auch noch eine beeindruckende historische Bedeutung. Von ihr herab hat Pfr. Dr. Heinrich Feurstein seine Neujahrspredigt 1941/42 gehalten; -in seinem inneren Widerstand geißelte er mit eindeutigen Worten die Vernichtung und Tötung der der geisteskranken Mitbürger und starb dafür im KZ Dachau (siehe Gedenktafel in der Kirche).
Auf dieser Kanzel werden heute die von Stadtpfarrer Dr. H.-P. Fischer eingeführten Donaueschinger Kanzelreden gehalten.
Die Tradition
Die Kanzelpredigten in der Stadtkirche St. Johann in Donaueschingen sind seit 2003 Teil der Donaueschinger Seelsorgeeinheit. Diese neugeschaffene Tradition führt prominente Redner und und in der Zukunft auch Rednerinnen (s.u.) nach Donaueschingen. Hinter den Kanzelreden steht Stadtpfarrer Dr. Fischer, der die Kanzelreden ins Leben gerufen hat und gemeinsam mit dem Fürstenhaus zu Fürstenberg die Schirmherrschaft innehat. (Zeitungsartikel).
Neben der Attraktivität der Redner, steht vor allem die Tatsache im Vordergrund, dass diese PredigerInnen für den "Vergelt's Gott-Tarif" sprechen und somit einen Beitrag zur Renovation der Stadtkirche leisten.
Die Redner
Zu Gast bei den Donaueschinger Kanzelreden waren bereits:
- der ehemalige Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg: Erwin Teufel,
- der bekannte Hersteller von Babynahrung Claus Hipp,
- der Europaparlamentarier Otto von Habsburg
- und der Freiburger Erzbischof Dr. Robert Zollitsch
- Bundesverfassungsrichter a. D. Paul Kirchhof
- der Enkel des Luftfahrtpioniers Ferdinand Graf Zeppelin: Albrecht Graf von Brandenstein-Zeppelin
- der Chefvolkswirt der Deutschen Bank: Norbert Walter
- Dr Walter Mixa, Bischof von Augsburg
- Dr. Dr. Lütz
- Frau Christiane Underberg
- Dr. Pöttering
- Erzbischof Perisset (Nuntius)
- Ministerpräsident Winfried Kretschmann
- Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff
- Pater Klaus Mertes SJ
- Eberhard Gienger, MdB
- Frau Annegret Kramp-Karrenbauer
- Prof. Martin Richenhagen, Manager-Atlanta
-
Dr.Antje v. Dewitz, Chefin Fa.VAUDE
-
Prof.Michael Steinbrecher, Journalist/Moderator
-
Matthias Berg, Sportler, Hornist, Jurist u. Referen
Die Bilder sind nur ein Ausschnitt der Reden und der anschließenden Stehempfänge, soweit sie der Nutzung für die Homepage zur Verfügung gestellt wurden. Von einigen Kanzelreden liegen leider keine Bilder vor.
Öffnungszeiten:
Aktuelles:
Firmung 2026
Kirchenmusik
- 23. Mai - 11.30 Uhr - St. Johann - Impuls von der Quelle
- 14. Juni - 17 Uhr - St. Johann - Rossini Chorkonzert
- 9. Juli - 20 Uhr - St. Johann - Sommerkonzert








