Die einzelnen Elemente eines Traugottesdienstes (Bibeltexte und alles, was Sie sagen müssen ...)
Lesungen
Die Lesungen sind Abschnitte aus der Bibel. Sie können entweder eine Lesung aus dem alten Testament oder eine Lesung aus dem neuen Testament auswählen.
Die Lesung kann auch durch einen Bekannten oder durch einen Freund vorgelesen werden.
1 Genesis 1, 1. 26-28. 31a
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und Gott sprach: Lasst uns den Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere auf dem Land. Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen. Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.
2 Genesis 2, 18-24
Gott, der Herr sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht. Gott der Herr, formte aus Ackerboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und führte sie dem Menschen zu, um zu sehen, wie er sie benennen würde. Und wie der Mensch jedes lebendige Wesen benannte, so sollte es heißen. Der Menschen gab Namen allem Vieh, den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes. Aber eine Hilfe, die dem Menschen entsprach, fand er nicht. Da ließ Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, so dass er einschlief, nahm eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch. Gott, der Herr, baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, eine Frau und führte sie dem Menschen zu. Und der Mensch sprach: Das endlich ist Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch. Frau soll sie heißen, vom Mann ist sie genommen. Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau, und sie werden ein Fleisch sein.
3 Gen 24, 48-51. 58-67
In jenen Tagen sagte der Knecht Abrahams zu Laban: Ich preise den Herrn, den Gott meines Herrn Abraham, der mich geradewegs hierher geführt hat, um die Tochter des Bruders meines Herrn für dessen Sohn Isaak zu holen. Jetzt aber sagt mir, ob ihr geneigt seid, meinem Herrn Wohlwollen und Vertrauen zu schenken. Wenn nicht, so gebt mir ebenfalls bescheid, damit ich mich dann anderswohin wende. Daraufhin antworteten Laban und Betuel: Die Sache ist vom Herrn ausgegangen. Wir können dir weder ja noch nein sagen. Da, Rebekka steht vor dir. Nimm sie und geh! Sie soll die Frau des Sohnes deines Herrn werden, wie der Herr es gefügt hat. Sie riefen Rebekka und fragten sie. Willst du mit diesem Mann reisen? Ja, antwortete sie. Da ließen sie ihre Schwester Rebekka und ihre Amme mit dem Knecht Abrahams und seinen Leuten ziehen. Sie segnete Rebekka und sagten zu ihr: Du, unsere Schwester, werde Mutter von tausendmal Zehntausend! Deine Nachkommen sollen besetzen das Tor ihrer Feinde. Rebekka brach mit ihren Mägden auf. Sie bestiegen die Kamele und folgten dem Mann. Der Knecht nahm Rebekka mit und trat die Rückreise an.
Isaak war in die Gegend des Brunnens von Lahai-Roi gekommen und hatte sich im Negeb niedergelassen. Eines Tages ging Isaak gegen Abend hinaus, um sich auf dem Feld zu beschäftigen. Als er aufblickte, sah er: Kamele kamen daher. Auch Rebekka blickte auf und sah Isaak. Sie ließ sich vom Kamel herunter und fragte den Knecht: Wer ist der Mann dort, der uns auf dem Feld entgegenkommt? Der Knecht erwiderte: Das ist mein Herr. Da nahm sie den Schleier und verhüllte sich. Der Knecht erzählte Isaak alles, was er ausgerichtet hatte. Isaak führte Rebekka in das Zelt seiner Mutter Sara. Er nahm sie zu sich, und sie wurde seine Frau. Isaak gewann sie lieb und tröstete sich so über den Verlust seiner Mutter.
4 Rut 1, 14b-17
In jenen Tagen gab Orpa ihrer Schwiegermutter Noomi den Abschiedskuss, während Rut nicht von ihr ließ. Noomi sagte: Du siehst, deine Schwägerin kehrt heim zu ihrem Volk und zu ihrem Gott. Folge ihr doch! Rut antwortete: Dränge mich nicht, dich zu verlassen und umzukehren. Wohin du gehst, dahin gehe auch ich, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe auch ich, da will ich begraben sein. Der Herr soll mir dies und das antun - nur der Tod wird mich von dir scheiden.
5 Hohes Lied 2, 8-10 . 14 . 16a; 8, 6-7
Horch! Mein Geliebter! Sieh da, er kommt. Er springt über die Berge, hüpft über die Hügel. Der Gazelle gleicht mein Geliebter, dem jungen Hirsch. Ja, draußen steht er an der Wand unseres Hauses; er blickt durch die Fenster, späht durch die Gitter. Der Geliebte spricht zu mir: Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, so komm doch! Meine Taube im Felsennest, versteckt an der Steilwand, dein Gesicht lass mich sehen, deine Stimme hören! Denn süß ist deine Stimme, lieblich dein Gesicht. Der Geliebte ist mein und ich bin sein .Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm! Stark wie der Tod ist die Liebe, die Leidenschaft ist hart wie die Unterwelt. Ihre Gluten sind Feuergluten, gewaltige Flammen. Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen; auch Ströme schwemmen sie nicht weg. Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines Hauses, nur verachten würde man ihn.
6 Lesung aus dem Hohenlied (Kurzfassung)
Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm! Stark wie der Tod ist die Liebe, die Leidenschaft ist hart wie die Unterwelt. Ihre Gluten sind Feuergluten, gewaltige Flammen. Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen; auch Ströme schwemmen sie nicht weg. Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines Hauses, nur verachten würde man ihn.
7 Lesung aus dem Buch Kohelet 4, 9-12
Zwei sind besser als einer allein, falls sie nur reichen Ertrag aus ihrem Besitz ziehen. Denn wenn sie hinfallen, richtet einer den anderen auf. Doch wehe dem, der allein ist, wenn er hinfällt, ohne dass einer bei ihm ist, der ihn aufrichtet.
Außerdem: Wenn zwei zusammen schlafen, wärmt einer den andern; / einer allein - wie soll er warm werden? Und wenn jemand einen Einzelnen auch überwältigt, / zwei sind ihm gewachsen / und eine dreifache Schnur reißt nicht so schnell.
8 Röm 13, 8-10
Schwestern und Brüder! Bleibt niemand etwas schuldig; nur die Liebe schuldet ihr einander immer. Wer den andern liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn die Gebote: Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren! und alle anderen Gebote sind in dem einen Satz zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.
9 Röm 15, 1-7.13
Schwestern und Brüder, wir dürfen nicht für uns selbst leben. jeder von uns soll Rücksicht auf den Nächsten nehmen, um Gutes zu tun und aufzubauen. Denn auch Christus hat nicht für sich selbst gelebt. Der Gott der Geduld und des Trostes schenke euch die Einmütigkeit, die Christus Jesus entspricht, damit ihr Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, einträchtig und mit einem Munde preist. Darum nehmt einander an, wie auch Christus uns angenommen hat, zur Ehre Gottes. Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit allem Frieden im Glauben, damit ihr reich werdet an Hoffnung in der Kraft des Heiligen Geistes.
10 1 Kor 6, 13c-15a . 17-20
Schwestern und Brüder! Der Leib ist nicht für die Unzucht da, sondern für den Herrn, und der Herr für den Leib. Gott hat den Herrn auferweckt; er wird durch seine Macht auch uns auferwecken. Wisst ihr nicht, dass Eure Leiber Glieder Christi sind? Wer sich an den Herrn bindet, ist ein Geist mit ihm. Hütet euch vor der Unzucht! Jede andere Sünde, die der Mensch tut, bleibt außerhalb des Leibes. Wer aber Unzucht treibt, versündigt sich gegen den eigenen Leib. Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst; denn um einen teuren Preis seid ihr erkauft worden. Verherrlicht also Gott in eurem Leib.
11 Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther
Schwestern und Brüder! Strebt nach den höheren Gnadengaben! Ich zeige euch jetzt noch einen anderen Weg, einen, der alles übersteigt: Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts.
Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf.
12 Eph 3, 14-21
Schwestern und Brüder! Ich beuge meine Knie vor dem Vater, nach dessen Namen jedes Geschlecht im Himmel und auf der Erde benannt wird, und bitte, er möge euch aufgrund des Reichtums seiner Herrlichkeit schenken, dass ihr in eurem Innern durch seinen Geist an Kraft und Stärke zunehmt. Durch den Glauben wohne Christus in eurem Herzen. In der Liebe verwurzelt und auf sie gegründet, sollt ihr zusammen mit allen Heiligen dazu fähig sein, die Länge und Breite, die Höhe und Tiefe zu ermessen und die Liebe Christi zu verstehen, die alle Erkenntnis übersteigt. So werdet ihr mehr und mehr von der ganzen Fülle Gottes erfüllt. Er aber, der durch die Macht, die in uns wirkt, unendlich viel mehr tun, als wir erbitten oder uns ausdenken können, er werde verherrlicht durch die Kirche und durch Christus Jesus in allen Generationen für ewige Zeiten.
13 Eph 4, 1-6
Schwestern und Brüder! Ich, der um des Herrn willen im Gefängnis bin, ermahne euch, ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging. Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält. Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist.
14 Eph 4, 23-24. 32-5,2
Schwestern und Brüder! Erneuert euren Geist und Sinn! Zieht den neuen Menschen an, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit. Seid gütig zueinander, seid barmherzig, vergebt einander, weil auch Gott euch durch Christus vergeben hat. Ahmt Gott nach als seine geliebten Kinder, und liebt einander, weil auch Christus uns geliebt und sich für uns hingegeben hat als Gabe und als Opfer, das Gott gefällt.
15 Eph 5, 1-2a . 25-32
Schwestern und Brüder!
Ahmt Gott nach als seine geliebten Kinder und liebt einander, weil auch Christus uns geliebt hat. Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilige zu machen. So will er die Kirche herrlich vor sich erscheinen lassen, ohne Flecken, Falten oder andere Fehler; heilig soll sie sein und makellos. Darum sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen so zu lieben, wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst. Keiner hat je seinen eigenen Leib gehasst, sondern er nährt und pflegt ihn, wie auch Christus die Kirche. Denn wir sind Glieder seines Leibes. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche.
EVANGELIEN ZUR TRAUUNG
Evangelien sind Geschichten aus dem Leben Jesu. In den Hochzeitsevangelien wird hier erzählt, was Jesus zu Liebe und Ehe gesagt hat.
Sie können ein Evangelium auswählen.
Das Evangelium wird vom Priester gelesen.
1 Mt 5, 1-12a
In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie. Er sagte:
Selig die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig, die keine Gewalt anwenden, denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.
2 Mt 5, 13-16
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
3 Mt 6, 19-21.24-33
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten.. Ihr könnt nicht beiden dienen: Gott und dem Mammon.
Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung? Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern?
Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wieviel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen! Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.
4 Mk 10, 6-9
In jener Zeit sprach Jesus zu den Pharisäern: Am Anfang der Schöpfung hat Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.
5 Mt 7, 21.24-25
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt. Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut.
6 Mt 22, 35-40
Einer der Pharisäer, ein Gesetzeslehrer, wollte Jesus auf die Probe stellen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.
7 Joh 15, 9-12
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird. Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe.
8 Joh 15, 12-17
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Das ist mein Gebot: liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.
FRAGEN NACH DER BEREITSCHAFT
Priester: Liebes Brautpaar!
Sie sind in dieser entscheidenden Stunde Ihres Lebens nicht allein.
Sie sind umgeben von Menschen, die Ihnen nahestehen.
Sie dürfen die Gewissheit haben, dass Sie mit dieser Gemeinde
und mit allen Christen in der Gemeinschaft der Kirche verbunden sind.
Zugleich sollen Sie wissen: Gott ist bei Ihnen.
Er ist der Gott Ihres Lebens und Ihrer Liebe.
Er heiligt Ihre Liebe und vereint Sie zu einem untrennbaren Lebensbund.
Ich bitte Sie zuvor, öffentlich zu bekunden, dass Sie zu dieser christlichen Ehe entschlossen sind.
(Zum Bräutigam:)
(Name) ich frage Sie: Sind Sie hierhergekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss mit Ihrer Braut (Name) den Bund der Ehe zu schließen?
Bräutigam: Ja
Wollen Sie Ihre Frau lieben und achten und ihr die Treue halten alle Tage ihres Lebens?
Bräutigam: Ja
(Zur Braut:)
(Name) ich frage Sie: Sind Sie hierher gekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss mit Ihrem Bräutigam (Name) den Bund der Ehe zu schließen?
Bräutigam: Ja
Wollen Sie Ihren Mann lieben und achten und ihr die Treue halten alle Tage seines Lebens?
Bräutigam: Ja
(Zu beiden:)
Sind Sie beide bereit, die Kinder anzunehmen, die Gott Ihnen schenken will, und sie im Geist Christi und seiner Kirche zu erziehen?
Braut und Bräutigam: Ja
Sind Sie beide bereit, als christliche Eheleute Mitverantwortung in der Kirche und in der Welt zu übernehmen?
Braut und Bräutigam: Ja
SEGNUNG DER RINGE
Ihre Trauringe werden gesegnet.
Für die Segnung können sie das Segensgebet unter den folgenden drei Möglichkeiten auswählen.
Einleitung der Segnung
Priester: Sie sind also beide zur christlichen Ehe bereit. Bevor Sie den Bund der Ehe schließen, werden die Ringe gesegnet, die Sie einander anstecken werden.
Die Ringe werden gebracht. Er spricht darüber eines der folgenden Segensgebete (bitte auswählen)
Segensgebet 1
Herr und Gott, du bist menschlichen Augen verborgen, aber dennoch in unserer Welt zugegen. Wir danken dir, dass du uns deine Nähe schenkst, wo Menschen einander lieben. Segne + diese Ringe, segne diese Brautleute, die sie als Zeichen ihrer Liebe und Treue tragen werden. Lass in ihrer Gemeinschaft deine verborgene Gegenwart unter uns sichtbar werden. Darum bitten wir dich durch Christus, unseren Herrn
Segensgebet 2
Treuer Gott, du hast mit uns einen unauflöslichen Bund geschlossen. Wir danken dir, dass du uns beistehst. Segne + diese Ringe und verbinde die beiden, die sie tragen, in Liebe und Treue. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Segensgebet 3
Wie der Ring den Finger umschließt, so umschließe das Band der Liebe und Treue die beiden, die diese Ringe Tragen.
So segne diese Ringe der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der heilige Geist. Amen.
DER VERMÄHLUNGSSPRUCH
Priester: So schließen Sie jetzt vor Gott und vor der Kirche den Bund der Ehe,
indem Sie das Vermählungswort sprechen. Dann stecken Sie einander den Ring der Treue an.
Bräutigam:
N, vor Gottes Angesicht nehme ich dich an als meine Frau. Ich verspreche dir die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens.
(Er steckt ihr den Ring an)
Trag diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Braut:
N, vor Gottes Angesicht nehme ich dich an als meinen Mann. Ich verspreche dir die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens.
(Sie steckt ihm den Ring an)
Trag diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Bestätigung der Ehe
Der Priester umschlingt die Hände des Paares mit der Stola:
„Als Priester der katholischen Kirche bestätige ich, dass ihr nun Mann und Frau seid. Was Gott miteinander verbunden hat, das soll der Mensch nicht trennen.
Der feierliche Brautsegen
Heiliger Vater, du hast den Menschen erschaffen und ihn als Mann und Frau gebildet, damit beide ein Abbild deiner Liebe sind. Sie sollen einmütig eines Herzens sein, die Ehe zwischen Mann und Frau soll ein lebendiges Bild deiner Liebe und Treue zu uns sein.
Gieße nun deinen Segen über N. und N. aus, die hier vor dir knien. Der heutige Tag verbinde sie in Eintracht und aufrichtiger Liebe zueinander zur ehelichen Gemeinschaft. Deine Gnade bewirke, dass sie sich gegenseitig im Glauben stärken, einander deine Liebe bezeugen, in Treue zusammenstehen, Freude und Leid teilen und miteinander glücklich werden. Mache ihr Haus zu einer Stätte des Gebetes, des Gottvertrauens und der Nächstenliebe. Beschütze sie vor Not und Unglück und gib ihnen das tägliche Brot, das sie zum Leben brauchen; (lass sie Freude erleben an ihren Kindern) und bewahre ihnen die Verbundenheit ihrer Freunde und Verwandten. Öffne den beiden, die heute vor dir sich das Sakrament der Ehe gespendet haben, die Türe zum ewigen Hochzeitsmahl im Himmel.
Fürbitten - Vorlagen
Bitte stellen sie die Fürbitten zusammen.
Tipp: 4-6 Fürbitten sind optimal. Sie können von verschiedenen Leuten vorgelesen werden.
Vorlage I
Zelebrant: Jesus Christus ist der Bruder und Freund der Menschen; er weiß um einen jeden von uns und kennt die Wünsche unseres Herzens. Ihn bitten wir an diesem Hochzeitstag:
Begleite N. und N. auf ihrem gemeinsamen Weg mit deiner Gnade und bewahre sie im Glauben und in der Treue.
V: Christus, höre uns - A.: Christus, erhöre uns
Lass die beiden miteinander Freude und Glück erfahren, (das Leben an ihre Kinder weitergeben) und anderen Menschen Hoffnung und Hilfe schenken.
Vergilt den Eltern, Freunden und Verwandten alles Gute, das sie den Brautleuten bis heute erwiesen haben, und erhalte Ehrfurcht und Liebe zwischen den Generationen.
Schenke allen Menschen den Frieden des Herzens und gib ihnen Mut für Gerechtigkeit und Frieden einzutreten.
Hilf denen, die allein oder vereinsamt sind, nicht zu verbittern, sondern aus neu Gemeinschaft zu suchen.
Zelebrant: Herr, unser Gott, du willst das Glück der Menschen. Dafür preisen wir dich in dieser Stunde und zu allen Zeiten in der Einheit des Heiligen Geistes durch Christus, unseren Herrn.
Vorlage II
Zelebrant: Unser Herr Jesus Christus liebt die Menschen und will, dass ihr Leben unter seinem Anspruch und Zuspruch gelingt. Darum bitten wir ihn:
Dass N. und N. ein Leben lang in Liebe und Treue zueinander stehen.
V: Christus, Heiland der Welt. A: Wir bitten dich, erhöre uns.
Dass sie in Stunden der Einsamkeit oder der Enttäuschung in der gegenseitigen Liebe feststehen oder wieder aufeinander zugehen.
Dass alle Ehepartner sich gegenseitig helfen, dass jeder seine eigenen Fähigkeiten entfalten kann und so das gemeinsame Leben bereichert.
Dass die verheirateten Christen auch außerhalb ihrer Familie im gesellschaftlichen und sozialen Bereich Verantwortung übernehmen.
Dass alle Ehepaare auf den Anspruch und Zuspruch seines Geistes in ihrem Alltagsleben eingehen.
Zelebrant: Allmächtiger Gott, dein Sohn hat gesagt: Bittet, und ihr werdet empfangen. Wir sind ihm gefolgt und haben unsere Bitten ausgesprochen. So haben wir das feste Vertrauen, dass du uns erhörst durch ihn, Christus, unseren Herrn.
Vorlage III
Zelebrant: Im Namen unseres Herrn Jesus Christus versammelt, wenden wir uns voll Vertrauen an unseren Fürsprecher beim Vater im Himmel.
Wir bitten für N. und N., die sich heute im Sakrament der Ehe einander anvertrauen, dass sie in der Treue feststehen und in Liebe füreinander da sind.
V: Herr, erhöre uns. A: Erhöre uns, o Herr
Wir bitten für die verschiedenen Generationen - für Kinder, Eltern und Großeltern -, dass sie offen sind füreinander, die Eigenheiten jedes Lebensalters achten und einander beistehen.
Wir bitten für unsere Gemeinde und die Kirche überall, dass sie Geborgenheit und Hilfe bietet für die Brautleute, die Familien, die Alleinerziehenden und die Alleinstehenden.
Zelebrant: Denn in deinem Kommen, Herr Jesus Christus, hat Gott uns seine Treue erwiesen. Durch dich preisen wir den Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, jetzt und in Ewigkeit. Amen.
Öffnungszeiten:
WICHTIGE MITTEILUNG: Mit der neuen Pfarrei Heilige Dreifaltigkeit Donaueschingen ändern sich unsere Öffnungszeiten bis auf Weiteres wie folgt:
| Montag | geschlossen | |
| Dienstag | 09.00 Uhr - 12.00 Uhr | |
| Mittwoch | geschlossen | |
| Donnerstag | 14.00 Uhr - 17.00 Uhr | |
| Freitag | geschlossen | |
| Pfarrhaus St. Marien | keine Sprechzeiten | |
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Aktuelles:
Firmung 2026
Alle wichtigen Informationen finden Sie hier
Kirchenmusik
Liebe Freunde der Musik in Donaueschingen,
hier finden Sie alle bevorstehen Konzerte in unserer Seelsorgeeinheit!
- 23. Mai - 11.30 Uhr - St. Johann - Impuls von der Quelle
- 14. Juni - 17 Uhr - St. Johann - Rossini Chorkonzert
- 9. Juli - 20 Uhr - St. Johann - Sommerkonzert
Weitere Informationen und Konzert-Termine finden Sie hier








