Ein ganz besonderes Kapitel der Kirchengeschichte in Pfohren ist nun zu Ende gegangen: Nach über 50 Jahren treuem Wirken an der Orgel wurde Norbert Fricker im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes am Sonntag, 7. September, offiziell in den wohlverdienten Orgel-Ruhestand verabschiedet.
Der Gottesdienst war sehr gut besucht – zahlreiche Gemeindemitglieder, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter wollten die Gelegenheit nutzen, ihrem Organisten ein letztes Mal zuzuhören und ihren Dank zum Ausdruck zu bringen.
Zelebrant Markus Ramminger würdigte das außergewöhnliche Engagement Frickers, der über Jahrzehnte hinweg mit seiner Musik unzählige Gottesdienste, Hochfeste und besondere Anlässe bereichert hat. Die Pfarrgemeinde betonte in ihren Dankesworten noch einmal die herausragenden Qualitäten, die Norbert Fricker auszeichnen: seine Zuverlässigkeit, seine Bescheidenheit und sein unverwechselbares musikalisches Können.
Wahrscheinlich haben in Pfohren mehr als zwei Drittel aller Erstkommunionkinder der letzten Jahrzehnte ihre Feier unter seinem Orgelspiel erlebt – ein Zeichen dafür, wie tief sein Wirken in das Leben der Gemeinde hineinreicht.
Als Zeichen der Anerkennung und Dankbarkeit überreichte die Pfarrgemeinde ein kleines Geschenk und Norbert Fricker wurde zugesichert, dass ihm auch künftig jederzeit die Türen offenstehen: Sollte er jemals Lust verspüren, die Orgel wieder zu spielen – sei es im Stillen für sich oder zur Begleitung eines Gottesdienstes – wird er immer herzlich willkommen sein. Der Abschied fiel vielen schwer, doch die Dankbarkeit überwog: Für über 50 Jahre treuen Einsatz, für unzählige Augenblicke der Freude, des Trostes und der Erhebung im Glauben. Der Applaus der Gemeinde zum Ende des Gottesdienstes machte spürbar, wie groß die Wertschätzung für dieses Lebenswerk ist. Die Pfarrgemeinde Johannes der Täufer und die gesamte Seelsorgeeinheit Heilige Dreifaltigkeit sagen: Vergelt’s Gott, lieber Norbert!